04.03.2026
Wer einmal eine seiner Arbeiten gesehen hat, vergisst sie nicht so schnell: goldene Sonnen, schwebende Vögel, zarte Silhouetten und harmonische Farbverläufe zwischen Schwarz, Ocker und sanften Erdtönen. Diese Kunst spricht eine universelle Sprache, ruhig, ausgewogen und zeitlos.
Doch wer ist der Mensch hinter Kubistika? Was inspiriert Boris Draschoff zu dieser besonderen Formensprache, und wie entsteht seine Kunst?
Was viele überrascht: Boris hat ursprünglich Wirtschaft studiert. Ein klassischer Karriereweg sollte es werden, doch die Leidenschaft für Kunst ließ ihn nie los. „Ich war jung und dachte, ein wirtschaftliches Studium sei die sicherere Option. Aber ich habe schnell gemerkt, dass das einfach nicht zu mir passt“, erzählt er im Interview.
Nach seinem Abschluss zog er nach Berlin, um ganz neu zu beginnen. Eine Stadt, die für ihre kreative Energie bekannt ist – und die perfekte Bühne für seinen Neustart. „Hier sah ich mehr Raum, mich als Künstler zu entwickeln. Das war vor über 14 Jahren und seitdem ist unglaublich viel passiert.“
Was zunächst technisch klingt, ist für Boris eine Haltung: Dinge vereinfachen, bis sie in ihrer reinen Form erkennbar sind. Seine frühen Arbeiten waren stark vom Kubismus inspiriert, eine Kunstbewegung, die Objekte auf geometrische Grundformen reduziert.
„Ich habe normale Fotos in dreieckige, minimalistische Formen verwandelt. Jeder, der sie sah, entdeckte etwas anderes darin, obwohl das Originalfoto für alle dasselbe war. Das hat mich fasziniert: Je einfacher eine Form ist, desto mehr Raum lässt sie der Fantasie des Betrachters.“
Diese Philosophie prägt bis heute seine Werke unter dem Namen Kubistika. Es ist ein bewusst gewählter Künstlername, der an den Kubismus erinnert und gleichzeitig seine persönliche Weiterentwicklung ausdrückt.
Wer Kubistikas Werke kennt, erkennt sie sofort. Die Farbwelt ist reduziert, aber prägnant. Gold, Beige, Terrakotta und Schwarz verschmelzen zu warmen, harmonischen Kompositionen.
„Viele meiner Arbeiten sind von der Natur inspiriert. Ich nutze warme, erdige Farben, die das widerspiegeln. Aber wenn ich ehrlich bin, ist meine Lieblingsfarbe Schwarz“, sagt Boris. „Sie ist einzigartig, weil sie andere Farben nicht verdrängt, sondern hervorhebt. Das finde ich faszinierend.“
Diese Haltung beschreibt seine Kunst perfekt: zurückhaltend, aber wirkungsvoll. Minimalistisch, aber emotional.
In vielen seiner Werke tauchen Motive wie Sonne, Mond oder weibliche Silhouetten auf. Boris sieht darin eine universelle Schönheit, die sich in der Natur immer wiederholt.
„Ich bin sehr fasziniert von Grundformen, vor allem Kreisen und Kurven. Sie wirken harmonisch und natürlich. Die Silhouette einer Frau ist für mich genauso eine dieser Formen wie der Mond oder die Sonne. Es sind Variationen derselben Ästhetik.“
Diese Symbolik ist kein Zufall: In der Einfachheit seiner Motive liegt eine tiefe Ruhe. Ein Sonnenuntergang – nur eine Linie und ein Halbkreis – kann Emotionen wecken, die kein realistisches Gemälde erzeugen könnte.
Boris lebt und arbeitet in Berlin, einer Stadt voller Energie und Kontraste. Doch seine größte Inspiration findet er nicht in den Straßen, sondern außerhalb.
„Ich liebe es, in der Natur zu sein. Nur eine halbe Stunde von Berlin entfernt gibt es wunderschöne Seen und Wälder. Ich gehe oft an den Brandenburgischen Seen spazieren; diese Ruhe und Klarheit inspirieren mich.“
Natur und Urbanität, Stille und Bewegung: Diese Gegensätze spiegeln sich auch in seinen Werken wider. Minimalistische Formen treffen auf warme, organische Farben.
Boris beschreibt sich selbst als „langsamen Starter“. Seine Tage beginnen ruhig mit Spaziergängen, Kaffee und Musik. „Ich bringe meine Frau zur Arbeit, trinke Kaffee, beantworte Mails. Und dann kommt der kreative Teil.“
Musik spielt dabei eine große Rolle: Jazz begleitet viele seiner Arbeitsstunden. Danach folgt, was er „kreatives Herumspielen“ nennt. Es ist das Experimentieren mit Formen und Farben, bis plötzlich ein Motiv entsteht.
„Ich beginne mit einer weißen Fläche, ohne Plan. Irgendwann sehe ich, dass bestimmte Formen zueinander passen, und daraus entwickelt sich das Bild. Es ist wie ein visueller Rorschach-Test.“
In seinen künstlerischen Anfängen ließ sich Boris von vielen großen Namen inspirieren, von der Modefotografie der Vogue-Magazine bis hin zu den Meistern des Surrealismus. Besonders geprägt hat ihn jedoch Egon Schiele: „Die Intensität und emotionale Tiefe seiner Kunst sind einzigartig.“
Neben klassischen Einflüssen spielt auch die menschliche Interaktion eine große Rolle. „Ich mag es, wenn in meinen Bildern zwei oder mehr Elemente miteinander in Beziehung stehen. Das erzeugt Spannung und manchmal auch Melancholie.“
Boris weiß, dass der Weg zur Kunst nicht immer geradlinig ist. Seine wichtigsten Erkenntnisse teilt er offen:
Disziplin ist alles: „Ich wartete früher auf Inspiration. Heute arbeite ich jeden Tag. Kunst ist auch Handwerk.“
Kunst ist für andere: „Ich erschaffe Kunst nicht für mich, sondern für die Menschen, die sie betrachten. Sie soll Emotionen auslösen, nicht nur bei mir, sondern bei jedem.“
Bleib offen: „Jedes Werk entsteht in einem Dialog mit der Welt. Lass dich inspirieren, aber bleib authentisch.“
2020 kündigte Boris ein besonderes Projekt an: eine einjährige Weltreise mit seiner Frau, quer über den Globus. „Es war ein Kindheitstraum und ich bin gespannt, wie all die Eindrücke meine Kunst verändern werden.“
Reisen, Natur, Begegnungen, all das sind für ihn Quellen der Kreativität. Und es zeigt: Seine Kunst ist kein Stillstand, sondern ein stetiger Fluss von Eindrücken und Gefühlen.
Minimalistische Formen, natürliche Farben, universelle Emotionen. Genau das macht die Werke von Kubistika so beliebt.
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Für Boris ist Kunst ein Dialog zwischen Künstler und Betrachter. „Ich gebe Impulse, aber keine Anweisungen. Jeder sieht in meinen Bildern etwas anderes. Und genau das liebe ich.“
Diese Offenheit ist zentral für sein Schaffen. Seine Arbeiten sind bewusst interpretationsfrei. Sie laden dazu ein, eigene Emotionen hineinzulegen.
„Das Schönste ist, wenn Menschen mir schreiben, was sie in meinen Bildern sehen oder fühlen. Oft sind das Dinge, an die ich beim Erschaffen gar nicht gedacht habe.“
Boris’ Kunst lebt von dieser Mischung aus Einfachheit und Tiefe. Sie wirkt reduziert, aber nie kühl. Jede Linie hat Bedeutung, jede Fläche eine Geschichte.
Er erklärt: „Mich fasziniert, wie wenig nötig ist, um etwas Bedeutungsvolles zu schaffen. Wenn man alles Überflüssige wegnimmt, bleibt das Wesentliche. Und das ist oft das Emotionalste.“
Dieser Gedanke zieht sich durch seine gesamte Arbeit. Seine Kunst ist meditativ, modern und dennoch zutiefst menschlich.